Was bedeutet ELV?
Welche Vorschriften gibt es?
Welche Folgen hat dies für Sie?
Was können wir für Sie tun?

Was bedeutet ELV?

ELV ist die Abkürzung für end-of-life vehicles (zu deutsch: Altfahrzeuge). Da innerhalb der EU jährlich zwischen sieben und acht Tonnen davon anfallen, hat das EU-Parlament am 18. September 2000 die Richtlinie 2000/53/EG erlassen. Das Ziel ist, die Abfallmenge zu reduzieren und das Recycling zu verbessern. Zudem schränkt die Richtlinie die Verwendung gefährlicher Stoffe wie Quecksilber, Chrom, Kadmium und Blei ein.

In Deutschland wurde am 1. Juli 2002 die Altfahrzeugverordnung verabschiedet. Diese regelt die Rücknahme und umweltverträgliche Entsorgung von Altfahrzeugen.

Welche Vorschriften gibt es?

Die EU-Richtlinie bezieht sich auf PKW (mit max. 9 Sitzplätzen) und Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen sowie Kraftahrzeuge mit drei Rädern. Diese Fahrzeuge müssen so konstruiert und hergestellt sein, dass möglichst viele Materialien wiederverwendet bzw. recycelt werden können. Die Quote für die Wiederverwendung liegt seit 2015 bei 95% des durchschnittlichen Fahrzeuggewichts, die Quote für die stoffliche Verwertung bei 85%. Daher ist auch die Verwendung gefährlicher Stoffe wie Quecksilber, Chrom, Kadmium und Blei nur noch eingeschränkt erlaubt.

Durch Informationen über die einzelnen Bauteile und Werkstoffe soll die Entsorgung der Fahrzeuge erleichtert werden. Die EU-Kommission legt dafür Identifizierungs- und Kennzeichnungsnormen fest, die von den Herstellern eingehalten werden müssen. Im Rahmen der Produktverantwortung sind diese verpflichtet, sechs Monate nach Inverkehrbringen eines neuen Modells, Informationen für die Demontage bereit zu stellen. Auch müssen sie Altfahrzeuge kostenfrei zurücknehmen.

Die Mitgliedsstaaten sorgen dafür, dass diese Vorgaben eingehalten werden. In Deutschland darf die Demontage, Entsorgung und das Recycling nur durch Betriebe erfolgen, die nach der Altfahrzeugverordnung zertifiziert sind. Alle drei Jahre übermitteln die Mitgliedsstaaten einen Bericht an die EU-Kommission.

Welche Folgen hat dies für Sie?

Als Hersteller oder Zulieferer sind Sie im Sinne Ihrer material compliance dazu verpflichtet, sämtliche Werkstoffe, die in Ihren Produkten enthalten sind, zu dokumentieren. Das heißt, dass pro Modell bis zu 10.000 verwendete Komponenten im Materialberichtswesen präzise erfasst werden müssen. Und das über die gesamte Lieferkette hinweg. Nur so kann am Schluss der Entsorger das Fahrzeug der vorgegebenen Quote entsprechend umweltgerecht (wieder)verwerten.

Um die Vorgaben einzuhalten und die Dokumentation zu erleichtern, hat die Automobilindustrie das Internationale Materialdatensystem (IMDS) entwickelt. Hier werden alle relevanten Informationen z. B. dazu, wie Bauteile aufgebaut und zusammengesetzt sind, über die gesamte Lieferkette hinweg dokumentiert, zusammengefasst und archiviert.

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