Was bedeutet RoHS?
Welche Vorschriften gibt es?
Welche Folgen hat dies für Sie?
Was können wir für Sie tun?

Was bedeutet RoHS?

RoHS ist eine EU-Richtlinie und die Abkürzung für Restriction of Hazardous Substances. Diese Richtlinie dient dazu, die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten zu beschränken. Ziel ist es, den Schadstoffgehalt zu reduzieren und somit Mensch und Umwelt zu schützen sowie das Recycling zu verbessern. Die komplette Fassung mit allen Anhängen finden Sie hier.

Welche Vorschriften gibt es?

Die folgenden 10 Stoffe werden durch RoHS beschränkt:

  • Blei (0,1 %)
  • Quecksilber (0,1 %)
  • Cadmium (0,01 %)
  • Sechswertiges Chrom (0,1 %)
  • Polybromierte Biphenyle (PBB) (0,1 %)
  • Polybromierte Diphenylether (PBDE) (0,1 %)
  • Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) (0,1 %)
  • Butylbenzylphthalat (BBP) (0,1 %)
  • Dibutylphthalat (DBP) (0,1 %)
  • Diisobutylphthalat (DIBP) (0,1 %)

In Klammern steht jeweils die zulässige Höchstkonzentration in homogenen Werkstoffen in Gewichtsprozent.

In Anhang II werden jeweils die Stoffe aufgelistet, die Beschränkungen unterliegen, zuletzt geändert am 31. März 2015 (delegierte Richtlinie 2015/863/EU). Gültig sind die Änderungen ab dem 22. Juli 2019, für Medizinprodukte gilt eine verlängerte Frist bis 2021. Anhang III gibt eine detaillierte Übersicht über die Ausnahmen und wann diese ablaufen.

In Deutschland wurde die RoHS-Richtlinie mit der Verordnung zur Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroStoffV) in nationales Recht umgesetzt. In Österreich gilt seit 2005 die Elekroaltgeräteverordnung.

Auch Staaten außerhalb der EU haben mittlerweile vergleichbare Regelungen eingeführt, etwa die Schweiz und Liechtenstein (Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung), China (sog. China-RoHS) und Südkorea (sog. Korea-RoHS).

Welche Folgen hat dies für Sie?

Laut Anhang I sind von der RoHS-Richtlinie alle Unternehmen betroffen, die folgende Geräte herstellen bzw. Teile dafür produzieren:

  • Haushaltsgroßgeräte
  • Haushaltskleingeräte
  • IT- und Telekommunikationsgeräte
  • Geräte der Unterhaltungselektronik
  • Beleuchtungskörper
  • Elektrische und elektronische Werkzeuge
  • Spielzeug sowie Sport- und Freizeitgeräte
  • Medizinische Geräte
  • Überwachungs- und Kontrollinstrumente einschließlich Überwachungs- und Kontrollinstrumenten in der Industrie
  • Automatische Ausgabegeräte
  • Sonstige Elektro- und Elektronikgeräte, die keiner der bereits genannten Kategorien zuzuordnen sind

2011 wurden die CE-Kennzeichnung sowie eine Konformitätsbewertung eingeführt. Das bedeutet, Hersteller müssen eine EU-Konformitätserklärung ausstellen, eine CE-Kennzeichnung an den Geräten anbringen, die dauerhafte Konformität sicherstellen und bestimmte Dokumentations- und Informationspflichten erfüllen.

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